Aktuelles

Einblicke in die Werkstatt Schule - Öffentliche Monatsfeier

Samstag, 5.Mai, ab 10.00 Uhr, Gelände der Freien Waldorfschule Crailsheim

Am Samstag, den 5. Mai findet an der Freien Waldorfschule Crailsheim eine öffentliche Monatsfeier statt.

Monatsfeiern sind eine wunderbare Gelegenheit und ein bewusstes Angebot von SchülerInnen und LehrerInnen an Menschen von außen, Einblicke in Elemente des Waldorfunterrichtes zu nehmen. Monatsfeiern sind keine Aufführungen im klassischen Sinne sondern haben Werkstattcharakter, zeigen schlicht Ausschnitte aus dem alltäglichen Unterrichtsgeschehen. Auf diesen Werkstattcharakter legt diese Monatsfeier ihren Schwerpunkt, findet sie doch auf dem Schulgelände an verschiedenen Orten und Räumen statt, in Teilen auch parallel. MitschülerInnen, Eltern und Gäste können so unmittelbar verschiedene Elemente des Unterrichtsgeschehens erleben.

Der WIR-Prozess

Montag, 23. April 19.30 Uhr, Eurythmieraum

 

Der WIR-Prozess – herzliches Miteinander von leeren ICH-Gefäßen
Persönliche Betrachtungen zum gemeinschaftsbildenden Prozess

mit Wolfgang Sechser, Gemeinschaft Schloss Tempelhof

Wir befinden uns in einer Zeit, die von Wandel und Veränderung geprägt ist. Antworten im alten Sinne helfen nicht mehr weiter. Selfie- und Selbstoptimierungswahn auf der einen Seite – große Gemeinschafts- und Heimatssehnsüchte und deren populistischer Missbrauch mit Ausgrenzung der jeweils „Anderen“ aufder anderen Seite, spannen die Gesellschaft extrem auf. Heute braucht es mehr denn je die Bereitschaft und den Mut mit offenen Fragen zu leben und sich als Forscher in Neuland zu begeben, welches sich durch eine ehrliche und transparente Kommunikation erschließen lässt.

Genau hier setzt der gemeinschaftsbildende Prozess von dem amerikanischen Therapeuten Scott Peck an, der durch die Gründer der Schloss Tempelhof Gemeinschaft erweitert und zum WIR-Prozess verändert wurde: die radikale selbstbezogene Erforschung von eigenen Reaktionen und Handlungsmustern innerhalb einer temporären Gruppe, mit dem vollständigen Ausstieg aus dialogischen Systemen und kulturellen Vorgaben – verbunden mit einem weiten Blick auf einen verbindenden Hintergrund und auf die anderen am Prozess Teilnehmenden. Nur scheinbar ein paradoxer Vorgang...

Erst die Bereitschaft gemeinsam auf diese Reise zu gehen, sich dabei selbstverantwortlich persönlich durch entstehende Enge und Unterschiedlichkeit zu begeben und nicht wegzulaufen, lassen authentische Gemeinschaft und Verbundenheit jenseits von Erwartungen und Beurteilung erfahrbar werden. Persönliche Achtsamkeit, Mut und Hingabe führen zu wachsender Bewusstheit meiner selbst – und damit zu erhöhter Gruppenpräsenz und die Erfahrung eines kollektiven Raumes, der sich jenseits der individuellen Einzigartigkeit befindet und als Raum der Heilung erlebt werden kann.

Dies geschieht alles ohne die Vorgaben eines Lehrers oder eines Therapeuten und setzt eigene Motivation und Verantwortlichkeit voraus. Gemeinschaftsbildung im Setting des WIR-Prozess geht davon aus, dass jeder Teilnehmer die Kompetenz von Führungs- und Leitungsqualität in sich trägt und somit Teil einerGruppe von „all leaders“ wird. Durch die bestenfalls vollständige Entleerung einzelner teilnehmender ICH`skann eine Leere entstehen, die Leben einlädt sich unmittelbar durch eine Person zu zeigen. Hat diese den Mut sich vollständig auf diese Bewegung einzulassen, was auch immer es sein will, dann kann eine ganze Gruppe eine tiefe Verbundenheit authentischen Verstehens wieder erfahren.

Über die geistigen Hintergründe dieser Arbeit, die spezifischen Empfehlungen und Eigenarten, die Erfahrungen, dass ICH-Bezogenheit und WIR-Erleben sich nicht ausschließen, wird in diesem Impuls-Vortrag gesprochen werden. Dabei ist der Abend interaktiv verstanden – die Worte werden in der Runde auch praktisch erlebbar gemacht.

Wolfgang Sechser, 56 Jahre alt und Vater eines 15 jährigen Sohns, ist Mitbegründer der Schloss Tempelhof Gemeinschaft und Stiftungsratsvorsitzenderder Dachstiftung „grund-stiftung“ am Schloss Tempelhof, die in ganz Deutschland Gemeinschaftsinitiativen durch Beratung in finanziellen, rechtlichen und sozialen Belangen begleitet und unterstützt. Er war Unternehmer und hat 20 Jahre Firmen im Bereich Bau und Umwelttechnologie aufgebaut. Seit 15 Jahren ist er selbst als Meditationslehrer, Impro-Moderator und Coach tätig.

"Von Innen her nähren und stützen"

Montag 09. April, 19.30 Uhr, Eurythmieraum

Meditation auf Grundlage der Anthroposophie

Meditation auf Grundlage der Anthroposophie ist weltbezogen. Was ich im eigenen Inneren tue, verändert und klärt meinen Blick für Ereignisse und andere Menschen und gibt mir neue Handlungsmöglichkeiten. Ich lerne auch einen inneren Ort der Ruhe und Ich-Anwesenheit aufzubauen, der von innen her zu nähren und zu stützen vermag.

Corinna Gleide leitet das 2002 von ihr mitbegründete D.N. Dunlop Institut für anthroposophische Erwach- senenbildung und Sozialforschung. Sie ist Meditati- onslehrerin, hält Vorträge und Seminare und ist Autorin mehrerer Bücher. Sie ist Dozentin in mehreren Ausbildungen sowie Redakteurin der Zeitschrift „Die Drei“. Sie gibt in diesem Jahr auch am Quellhof Kurse.

Veranstaltungsreihe "Türöffner - eins und alles"

Unsere April-Veranstaltungsreihe stellt drei Ansätze vor, wie ich als Mensch Türen zu mir und meinem Selbst und dadurch zur Welt öffnen kann

Gedanken – Erfahrungen – Beispiele – Alltagsübungen – Austausch

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